Kontrabach

Do.23.1.2020, 20:30h

Chur, Klibühni

Fr.24.1.2020,19.30h

Niederrohrdorf, Flute Trends Atelier

Mi.29.1.2020, 20h

Davos Platz, Kirche St. Johann

Do.30.1.2020, 20h

Thusis, kath. Kirche

So.2.2.2020, 17h

Maienfeld, ref. Kirche

Di.4.2.2020, 20h

Arosa, Bergkirchli

Do.6.2.2020, 20h

Lenzerheide, ref. Kirche

Mi.12.2.2020, 20h

Ilanz, Cinema Sil Plaz

Fotos: Daniel Rohner

Musik hören

Der Bass- und Kontrabassklarinettist Marc Lardon und der Kontrabassist Daniel Sailer
präsentieren ein Konzertprogramm mit Musik von J.S. Bach.
"Aus dem unerschöpflichen Fundus von Bachs Werken haben wir ein abendfüllendes Programm
erarbeitet. Bei der Auswahl der Stücke war unsere Vorliebe für eher schwere und dramatische
Stücke massgebend. So haben wir aus Kantaten, dem Klavierwerk und aus Konzerten
Arrangements ausgearbeitet, die es uns ermöglichen, den ohnehin schon tiefschürfenden
Charakter der betreffenden Originale noch zu verstärken bzw. zu vertiefen. (Und dies ist hier
durchaus auch wörtlich zu verstehen, schliesslich erklingt alles eine oder 2 Oktaven tiefer!)
Und damit wären wir bei der eigentlichen Besonderheit dieses Projekts: der sehr eigenwilligen
und gewagten Instrumentierung, also Kontrabassklarinette und Kontrabass.
In dieser Form klingt Bachs Musik völlig ungewohnt und neu, einerseits durch die sehr tiefe
Tonlage, andererseits durch den eigenwilligen Charakter der verwendeten Instrumente,
insbesondere der Kontrabassklarinette. Wir waren uns anfänglich gar nicht sicher, ob dadurch die Musik nicht zu sehr entfremdet wird, bzw. ob gerade diese Verfremdung einen besonderen Reiz ausmacht. Bereits nach ersten Versuchen sind wir zu der Ansicht gelangt, dass eindeutig letzteres zutrifft!
Einige der ausgewählten Stücke sind im Original zweistimmig und haben beim Arrangieren also
keine Probleme verursacht. (Zum Teil wurde die Tonart verändert, eine Praxis, die Bach selbst
bei Bearbeitungen eigener Werke angewandt hat). Bei Stücken mit 3 oder mehreren Stimmen
mussten wir einige wenige Kompromisse machen, also für das harmonische Verständnis nicht
unabdingbare Stimmen weglassen.
Wir sind dabei mit grösster Sorgfalt vorgegangen und haben, wenn keine befriedigende Lösung
gefunden wurde, auch auf die Aufnahme gewisser Werke ins Programm verzichtet.
Bach begleitet uns schon seit wir überhaupt angefangen haben Musik zu machen. Er ist für uns
so etwas wie das "tägliche Brot" geworden. Die Idee, trotz oder gerade wegen der scheinbaren
Nicht-Kompatibilität unserer Instrumente, diese unsere Leidenschaft durch die Erarbeitung eines
Konzertprogramms öffentlich zu zelebrieren, spukt uns schon lange im Kopf herum. Auch eine
gewisse opponierende Haltung gegen den grassierenden Dogmatismus in Sachen historisch
korrekter Aufführungspraxis hat uns motiviert, dieses Experiment zu wagen. Man kann sich
wohl nicht mehr weiter von diesem entfernen bzw. sich ihm entgegenstellen, zumal wir uns auch
interpretatorisch keineswegs an den "historisch gesicherten Erkenntnissen" orientieren."